Rhabarbermarmelade selber machen

Rhabarbermarmeladeselbermachen

Rhabarber – eine Frucht, die nicht jeder sofort auf dem Radar hat, aber deren Potenzial, besonders im Frühling, unschlagbar ist. Lange war ich der Meinung, Rhabarber sei nur eine Notlösung für Torten, wenn andere Früchte ausgingen. Doch die Entdeckung, wie köstlich daraus Marmelade entsteht, hat meine kulinarische Welt auf den Kopf gestellt. Stell dir vor: ein Glas voller Sonnenschein, das nach Frühling schmeckt, mit einer wunderbaren Balance aus Säure und Süße. Dieses Rezept beweist, dass man kein professioneller Einmacher sein muss, um dieses kleine Wunderwerk der Konservierung selbst zu kreieren.

Die Magie liegt in der Einfachheit und der Qualität der Zutaten. Mit nur wenigen Handgriffen verwandelst du den leicht säuerlichen Rhabarber in eine streichzarte Köstlichkeit, die dein Frühstück auf ein neues Level hebt. Es ist ein Prozess, der Geduld erfordert, aber das Ergebnis ist jede Sekunde wert – eine Marmelade, die so lebendig und frisch schmeckt, wie der Frühling selbst. Lass uns gemeinsam diesen Schatz aus der Küche zaubern!

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Blitzschnelle Zubereitung: Trotz des Eindrucks, Einmachen sei aufwendig, ist diese Marmelade überraschend schnell gemacht. Mit ein wenig Vorbereitung sind die Hauptschritte in gut einer Stunde erledigt, was sie perfekt für einen Nachmittag in der Küche macht.
  • Unvergleichlicher Frühlingsgeschmack: Die leichte Säure des Rhabarbers kombiniert mit der Süße der Himbeeren entfaltet ein Aroma, das unverkennbar nach Frühling und frischen Ernten duftet. Diese Marmelade ist ein echtes Geschmackserlebnis.
  • Vielseitigkeit: Ob auf knusprigem Toast, in Joghurt eingerührt oder als Füllung für Gebäck – die Rhabarbermarmelade passt zu unzähligen Gelegenheiten und verfeinert jedes Gericht mit ihrer besonderen Note.
  • Einfache Zutaten, großer Effekt: Du benötigst nur wenige, leicht erhältliche Zutaten, um diese wundervolle Marmelade herzustellen. Der Fokus liegt auf dem natürlichen Geschmack des Rhabarbers, der durch die weiteren Komponenten nur harmonisch ergänzt wird.
  • Gesundheitlicher Pluspunkt: Rhabarber ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, und durch die Eigenproduktion kontrollierst du den Zuckergehalt selbst. Eine gesündere Alternative zu gekauften Varianten ist somit garantiert.

Die Zutaten, die du brauchst

Die Wahl der richtigen Zutaten ist das A und O für eine gelungene Rhabarbermarmelade, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch die gewünschte Konsistenz und Haltbarkeit aufweist. Achte bei der Auswahl des Rhabarbers auf knackige, feste Stangen, die keinerlei Anzeichen von Welken oder Schlaffheit zeigen. Rote Rhabarbersorten verleihen der Marmelade eine wunderschöne, leuchtende Farbe, während grüne Sorten ebenfalls gut funktionieren, aber zu einem blasseren Ergebnis führen können. Wenn du die Möglichkeit hast, greife zu regionalem oder selbst angebautem Rhabarber; dieser ist oft aromatischer als Gewächshausware.

Beim Zucker solltest du nicht sparen, denn er ist nicht nur für die Süße verantwortlich, sondern wirkt auch als Konservierungsmittel. Die Menge mag auf den ersten Blick hoch erscheinen, ist aber entscheidend für die Textur und Langlebigkeit deiner Marmelade. Pektin ist ein natürliches Geliermittel, das dafür sorgt, dass deine Marmelade die perfekte, streichfähige Konsistenz bekommt; achte auf die angegebene Menge, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Zitronensaft liefert nicht nur eine angenehme Säure, die die Süße ausbalanciert und das Fruchtaroma hervorhebt, sondern hilft auch bei der Aktivierung des Pektins. Eine kleine Prise Salz rundet den Geschmack ab und hebt die süß-säuerlichen Noten wunderbar hervor.

Rhabarbermarmelade selber machen

  • Rhabarber: Etwa 2 kg Rhabarber, frisch und knackig, bilden die Basis unserer Marmelade. Wähle am besten rote Stangen für eine ansprechende Farbe. Es ist entscheidend, die Blätter gründlich zu entfernen, da diese giftig sind. Nur die saftigen Stiele werden verwendet.
  • Zucker: Etwa 1,8 kg Zucker sind notwendig, um die Marmelade zu süßen und haltbar zu machen. Ein feinkörniger Zucker löst sich besser auf und sorgt für eine glattere Konsistenz.
  • Zitronensaft: Der Saft von 2-3 Zitronen (ca. 4 Esslöffel) sorgt für die nötige Säure, die das Aroma des Rhabarbers unterstreicht und das Gelieren unterstützt.
  • Pektin: Etwa 85 g Pektin (wie z.B. Sure-Jell) ist unerlässlich für die richtige Konsistenz. Dieses natürliche Geliermittel sorgt dafür, dass die Marmelade nicht zu flüssig bleibt.
  • Salz: Eine kleine Prise Salz (ca. 1/4 Teelöffel) rundet den Geschmack ab und balanciert die Süße und Säure harmonisch aus.

Köstliche Variationen

Wer es vegan mag, kann die Rhabarbermarmelade mühelos anpassen. Anstelle von herkömmlichem Zucker, der manchmal tierische Produkte zur Klärung verwendet, greift man auf zertifizierten veganen Zucker zurück. Das Pektin selbst ist pflanzlich, also hier kein Problem. Diese vegane Variante behält den wunderbaren Frühlingsgeschmack bei und ist perfekt für alle, die auf tierische Produkte verzichten möchten. Sie passt hervorragend zu veganem Brot und Gebäck.

Für eine kohlenhydratarme Variante bietet sich die Verwendung von Zuckeraustauschstoffen wie Erythrit oder Xylit an, die eine ähnliche Süßkraft wie Zucker haben, aber deutlich weniger Kalorien und Kohlenhydrate liefern. Hierbei ist es ratsam, die Menge des Süßungsmittels langsam zu steigern und abzuschmecken, da die Intensität variieren kann. Die Gelierfähigkeit kann durch die Zugabe von Agar-Agar, einem pflanzlichen Geliermittel, optimiert werden, falls das Pektin nicht die gewünschte Konsistenz erzielt.

Eine glutenfreie Rhabarbermarmelade ist im Grunde genommen bereits gegeben, da die Grundzutaten frei von Gluten sind. Solltest du jedoch das Bedürfnis haben, der Marmelade eine zusätzliche Textur zu verleihen oder sie als Füllung für glutenfreie Kuchen zu verwenden, achte darauf, dass alle weiteren Beigaben ebenfalls glutenfrei sind. So wird sichergestellt, dass das Endergebnis für jeden Genussmoment geeignet ist.

Wie man Rhabarbermarmelade selber machen zubereitet

Schritt 1: Die Vorbereitung der Utensilien und des Rhabarbers

Der erste und oft unterschätzte Schritt zur perfekten Rhabarbermarmelade ist die sorgfältige Vorbereitung aller benötigten Werkzeuge und Zutaten. Nimm eine kleine Untertasse aus dem Gefrierschrank; sie wird dein treuer Begleiter sein, um den perfekten Gelierpunkt der Marmelade zu testen. Das Wichtigste ist, dass sie gut durchgekühlt ist, damit die Marmelade schnell abkühlt und du ein klares Ergebnis erhältst. Währenddessen kannst du deine Einmachgläser und Deckel gründlich reinigen. Ein kurzer Gang durch kochendes Wasser sterilisiert sie nicht nur, sondern hält sie auch warm, was für das spätere Einfüllen der heißen Marmelade entscheidend ist, um Glasbruch zu vermeiden.

Nun widmen wir uns dem Hauptdarsteller: dem Rhabarber. Wasche die Stangen gründlich und entferne alle Blätter und holzigen Enden. Schneide den Rhabarber dann in gleichmäßige Stücke von etwa 1,5 cm Dicke. Diese gleichmäßige Größe sorgt dafür, dass der Rhabarber beim Kochen einheitlich zerfällt und die Marmelade eine feine Textur bekommt. Messe alle anderen Zutaten ab und stelle sie griffbereit neben deinen Kochplatz. So kannst du fließend arbeiten, ohne während des Kochvorgangs suchen zu müssen.

Schritt 2: Der Beginn des Kochvorgangs

Gib die vorbereiteten Rhabarberstücke zusammen mit dem frisch gepressten Zitronensaft in einen großen, schweren Topf. Ein Topf mit einem Fassungsvermögen von mindestens 8 Litern ist ratsam, um ein Überkochen zu verhindern, denn Rhabarber und Zucker entwickeln beim Kochen viel Flüssigkeit. Die Säure der Zitrone hilft nicht nur, das Aroma des Rhabarbers hervorzuheben, sondern leitet auch den Prozess der Pektinaktivierung ein.

Bringe die Mischung bei mittlerer bis hoher Hitze zum Kochen. Rühre gelegentlich um, um sicherzustellen, dass sich nichts am Boden festsetzt und der Rhabarber gleichmäßig erhitzt wird. Lasse die Mischung dann für etwa 10 Minuten köcheln. Während dieser Zeit wird der Rhabarber weich und beginnt, seine Säfte freizusetzen. Du wirst beobachten, wie die Stücke langsam zerfallen und eine dickflüssige, intensiv duftende Basis für deine Marmelade bilden.

Schritt 3: Zugabe des Pektins und erneutes Aufkochen

Nun ist es an der Zeit, das Pektin hinzuzufügen. Streue das Pektinpulver über die kochende Rhabarbermischung. Nutze einen Schneebesen, um eventuelle Klümpchen zu zerteilen und das Pektin gleichmäßig in der Fruchtmasse zu verteilen. Das Pektin ist entscheidend dafür, dass deine Marmelade später die richtige, streichfähige Konsistenz erhält.

Bringe die Mischung erneut unter ständigem Rühren zu einem sprudelnden Kochpunkt. Lasse die Marmelade für weitere 10 Minuten kräftig kochen, wobei du fortwährend umrührst. Dieser Schritt stellt sicher, dass das Pektin vollständig aktiviert wird und sich gleichmäßig in der gesamten Fruchtmasse verteilt. Der Duft in deiner Küche wird nun intensiv und unwiderstehlich. Achte darauf, dass die Hitze hoch genug ist, damit die Marmelade wirklich sprudelnd kocht.

Schritt 4: Süßen und letztes Kochen

Nachdem das Pektin gut eingearbeitet ist, ist es an der Zeit, den Zucker und die Prise Salz hinzuzufügen. Gib den Zucker langsam hinzu und rühre beständig, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Dies dauert in der Regel nur 2 bis 3 Minuten. Ich persönlich füge das Salz gerne in dieser Phase hinzu, da es die natürliche Säure des Rhabarbers wunderbar ausbalanciert, ohne einen salzigen Geschmack zu hinterlassen.

Bringe die Mischung nun erneut zu einem kräftigen, sprudelnden Kochpunkt. Koche die Marmelade für weitere 15 bis 20 Minuten, wobei du regelmäßig umrühren musst, um Anbrennen am Topfboden zu verhindern. In dieser Phase verdickt die Marmelade und entwickelt ihre charakteristische Konsistenz. Beginne nach etwa 15 Minuten mit dem Gelierpunkt-Test.

Schritt 5: Der Gelierpunkt-Test und das Abfüllen

Um sicherzustellen, dass deine Marmelade die perfekte Konsistenz erreicht hat, nimm die vorbereitete, gefrorene Untertasse zur Hand. Gib einen kleinen Löffel der heißen Marmelade darauf. Lasse sie eine Minute abkühlen und schiebe sie dann vorsichtig mit dem Finger. Wenn die Oberfläche Falten wirft und sich nicht sofort wieder glatt zieht, ist deine Marmelade bereit. Sollte sie noch zu flüssig sein, lasse sie noch einige Minuten weiterkochen und wiederhole den Test.

Sobald der Gelierpunkt erreicht ist, schöpfe die heiße Marmelade vorsichtig in die vorbereiteten, warmen Gläser. Achte darauf, die Gläser bis etwa 0,5 cm unter den Rand zu füllen, um genügend Platz für den Deckel zu lassen. Setze die Deckel sofort auf die Gläser und schraube die Ränder nur fingerfest an. Lass die Gläser dann für etwa 24 Stunden bei Raumtemperatur ungestört stehen. Dies gibt den Deckeln die Möglichkeit, sich richtig abzuschließen und die Marmelade kann vollständig fest werden.

Profi-Tipps für das perfekte Rhabarbermarmelade selber machen

Tipp vom Chefkoch: Die Qualität des Rhabarbers ist entscheidend. Verwende möglichst frische, knackige Stangen. Vermeide matschigen oder welken Rhabarber, da dies die Konsistenz und den Geschmack deiner Marmelade negativ beeinflussen kann. Rote Stangen geben eine schönere Farbe als grüne.

Das Geheimnis: Geduld beim Zuckerkochen ist unerlässlich. Lass den Zucker sich vollständig auflösen, bevor du die Hitze erhöhst, um ein Kristallisieren zu vermeiden. Das langsame Aufkochen und anschließende schnelle Kochen hilft, die Fruchtaromen zu bewahren und eine glatte Textur zu erzielen.

Achtung: Das richtige Sterilisieren der Gläser ist ein Muss für die Haltbarkeit. Verwende die Methode der Wasserbaddesinfektion oder backe die Gläser im Ofen bei 120°C für mindestens 15 Minuten. Die Deckel sollten ebenfalls sterilisiert und gut abgetrocknet werden.

Profi-Tipp: Experimentiere mit Gewürzen! Eine Prise Zimt, etwas Vanilleextrakt oder sogar ein Hauch Ingwer können der Rhabarbermarmelade eine interessante und saisonale Note verleihen. Aber vorsichtig dosieren, um den feinen Rhabarbergeschmack nicht zu überdecken.

Das Geheimnis: Der Gelierpunkt-Test auf einer gefrorenen Untertasse ist die sicherste Methode. Wenn du dir unsicher bist, kannst du auch die Löffelprobe machen: Wenn ein Tropfen Marmelade, der vom Löffelrand fällt, eine kleine Perle bildet und nicht sofort zerläuft, ist sie fertig.

Serviervorschläge

Dekoration

Die Dekoration deiner selbstgemachten Rhabarbermarmelade kann so einfach oder aufwendig sein, wie du möchtest, und sollte stets die Frische und Eleganz des Frühlings widerspiegeln. Ein klassischer und doch wirkungsvoller Touch ist ein hübsches Etikett mit dem Namen der Marmelade und dem Herstellungsdatum, das du mit einer schönen Schriftart und vielleicht einem kleinen Aquarell-Motiv von Rhabarberranken gestaltest. Binde eine kleine Schleife aus Naturkordel oder einem karierten Stoffband um den Deckel, um dem Ganzen eine rustikale, aber charmante Note zu verleihen. Ein Stück Stoff unter dem Deckel, passend zur Schleife, rundet das Bild ab.

Für einen Hauch von Raffinesse kannst du kleine, getrocknete Rhabarberstücke als Garnitur auf den Deckel legen oder ein frisches Rhabarberblatt (vorsichtig auf einem Stück Pergamentpapier liegend) neben das Glas stellen, wenn du die Marmelade als Geschenk präsentierst. Denke daran, dass die Einfachheit oft am meisten besticht. Eine liebevoll beschriftete Karte, die vielleicht sogar die Geschichte deiner Rhabarberernte erzählt oder ein paar Worte zur Verwendung der Marmelade, macht jedes Glas zu einem persönlichen Schatz.

Die perfekten Beilagen

Die Rhabarbermarmelade entfaltet ihr volles Potenzial, wenn sie mit den richtigen Partnern serviert wird. Am Morgen ist sie ein wahrer Segen auf frisch geröstetem Sauerteigbrot, das mit einer Schicht guter Butter bestrichen wurde. Der leicht säuerliche Crunch des Röstbrots kombiniert mit der süß-säuerlichen Fruchtigkeit der Marmelade ist ein Frühstückstraum. Auch auf warmen, buttrigen Scones oder englischen Muffins ist sie ein Hochgenuss, besonders mit einem Klecks frischer Schlagsahne oder leicht gesüßtem Frischkäse. Dies erinnert an traditionelle britische Teestunden.

Für ein leichtes Mittagessen oder eine Kaffeepause kannst du die Marmelade in Joghurt oder Quark einrühren. Ein einfacher Naturjoghurt wird so im Handumdrehen zu einem fruchtigen Dessert. Auch als Füllung für selbstgemachte Kekse, wie unsere Vanillekipferl-Dessert mit Himbeeren, oder als feine Schicht zwischen hellen Kuchenböden, wie bei einem Rührkuchen, beweist sie ihre Vielseitigkeit. Für ein herzhafteres Erlebnis kannst du sie sogar zu Käseplatten reichen, wo ihre Süße eine wunderbare Ergänzung zu reifen Käsesorten darstellt.

Vorbereitung & Aufbewahrung

Reste aufbewahren

Nachdem deine köstliche Rhabarbermarmelade ihren Gelierpunkt erreicht und du sie in die vorbereiteten Gläser abgefüllt hast, ist die richtige Aufbewahrung entscheidend, um ihren Geschmack und ihre Qualität über längere Zeit zu erhalten. Sobald die Gläser Raumtemperatur erreicht haben und sich die Deckel richtig verschlossen haben – erkennbar an einem leichten „Plopp“ beim ersten Öffnen –, kannst du sie kühl und dunkel lagern. Ein kühler Keller oder eine Speisekammer sind hierfür ideal. Dort hält sich die Marmelade, wenn sie richtig eingemacht wurde, bis zu einem ganzen Jahr.

Wenn du sie nicht aufwendig eingemacht hast, sondern die Gläser nur abkühlen lassen hast, gehört sie nach dem Öffnen in den Kühlschrank. Achte darauf, immer einen sauberen Löffel zum Entnehmen der Marmelade zu verwenden, um eine Kontamination zu vermeiden. Im Kühlschrank hält sich die geöffnete Marmelade in der Regel etwa drei Wochen. Kontrolliere vor jedem Gebrauch die Optik und den Geruch; bei Anzeichen von Schimmel oder einer Veränderung des Geruchs sollte die Marmelade entsorgt werden.

Einfrieren

Falls du eine größere Menge Rhabarbermarmelade hergestellt hast und diese länger aufbewahren möchtest, als es die Kühlschranklagerung erlaubt, ist das Einfrieren eine ausgezeichnete Option. Wähle dafür gefriergeeignete Behälter oder Gläser. Achte darauf, die Behälter nur zu etwa drei Vierteln zu füllen, da die Marmelade beim Gefrieren an Volumen zunimmt und du so sicherstellst, dass die Behälter nicht platzen. Gläser mit einem fest schließenden Deckel sind hierfür besonders gut geeignet.

Beschrifte die Behälter deutlich mit dem Inhalt und dem Einfrierdatum. Die Rhabarbermarmelade hält sich im Gefrierschrank problemlos bis zu einem Jahr. Beim Auftauen empfiehlt es sich, die Marmelade langsam über Nacht im Kühlschrank auftauen zu lassen. Dies bewahrt die Textur und den Geschmack besser, als sie bei Raumtemperatur oder gar durch Erhitzen aufzutauen.

Richtig aufwärmen

Manchmal möchte man nur eine kleine Portion der Rhabarbermarmelade verwenden, und das erneute Aufwärmen muss schnell und schonend geschehen. Wenn du Marmelade aus dem Kühlschrank verwendest, benötigst du sie in der Regel nicht aufzuwärmen, es sei denn, du möchtest sie als warme Soße verwenden oder in ein Gericht einarbeiten, das Hitze benötigt. In diesem Fall gibst du einfach die benötigte Menge in einen kleinen Topf und erwärmst sie bei niedriger Hitze langsam, bis sie die gewünschte Temperatur erreicht hat. Ständiges Rühren verhindert dabei das Anbrennen.

Wenn du gefrorene Marmelade auftauen möchtest, ist das schonende Auftauen im Kühlschrank die beste Methode. Die Marmelade wird langsam ihre flüssige Konsistenz wiedererlangen und dabei ihre Qualität beibehalten. Wenn es schnell gehen muss, kannst du die gefrorene Marmelade auch in einem Wasserbad erwärmen, bis sie aufgetaut ist. Achte darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, um die Marmelade nicht zu überhitzen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  1. Ist es notwendig, Pektin für Rhabarbermarmelade zu verwenden, oder kann ich es auch weglassen?
    Obwohl Rhabarber von Natur aus etwas Pektin enthält, reicht dies oft nicht aus, um eine wirklich feste Marmelade zu erzielen. Pektin, sei es aus Äpfeln oder als kommerzielles Produkt, hilft dabei, die gewünschte streichfähige Konsistenz zu erreichen und die Haltbarkeit zu verlängern. Wenn du kein Pektin verwendest, musst du die Kochzeit erheblich verlängern, was zu einem Verlust von Aroma und Farbe führen kann. Die Marmelade kann am Ende flüssiger bleiben oder muss mit einer höheren Zuckermenge auf die Gelierung gezwungen werden, was den Geschmack beeinträchtigen kann.
  2. Warum kristallisiert meine Rhabarbermarmelade nach dem Abkühlen?
    Kristallisation in Marmelade ist meist auf ein Ungleichgewicht zwischen Zucker und Säure zurückzuführen. Wenn zu viel Zucker im Verhältnis zur Säure verwendet wird, kann sich der Zucker beim Abkühlen leichter als Kristalle ablagern. Auch eine zu lange Kochzeit bei zu hoher Temperatur kann dazu beitragen. Eine ausreichende Menge Zitronensaft (oder einer anderen Säurequelle) und die Einhaltung der korrekten Zucker-Frucht-Verhältnisse sind entscheidend, um dies zu verhindern. Manchmal hilft auch eine sehr feine Zuckerkorngröße, da diese leichter löslich ist.
  3. Wie kann ich sicherstellen, dass meine Rhabarbermarmelade nicht zu süß oder zu sauer wird?
    Das Geheimnis liegt im Ab schmecken und im richtigen Verhältnis der Zutaten. Beginne mit der empfohlenen Zuckermenge und der Menge an Zitronensaft. Koche die Marmelade wie beschrieben und schmecke sie während des Kochvorgangs ab. Wenn sie dir zu sauer erscheint, kannst du noch etwas Zucker hinzufügen, aber denke daran, dass dies die Gelierfähigkeit beeinflussen kann und du eventuell die Kochzeit verlängern musst. Ist sie zu süß, kann ein Spritzer zusätzlicher Zitronensaft helfen, die Balance wiederherzustellen. Ein Verhältnis von etwa 2:1 (Zucker zu Rhabarber nach Gewicht) ist oft ein guter Ausgangspunkt, angepasst an die Säure des Rhabarbers und deinen persönlichen Geschmack.
  4. Kann ich andere Früchte zusammen mit Rhabarber für die Marmelade verwenden?
    Ja, das ist eine fantastische Idee und eröffnet unzählige Geschmacksmöglichkeiten! Rhabarber harmoniert wunderbar mit vielen anderen Früchten. Erdbeeren sind ein klassischer Partner, da ihre Süße die Säure des Rhabarbers ausgleicht. Auch Himbeeren, Kirschen oder sogar etwas Ingwer können dem Ganzen eine besondere Note verleihen. Wenn du andere Früchte hinzufügst, bedenke, dass diese ebenfalls Pektin enthalten können oder einen anderen Säuregehalt haben. Es kann sein, dass du die Menge an zusätzlichem Pektin oder Säure anpassen musst. Ein Beispiel hierfür wäre die Kombination von Rhabarber mit erdbeer-swiss-rolle-kuchen für ein frühlingshaftes Aroma.

Hausgemachte Rhabarbermarmelade

Hausgemachte Rhabarbermarmelade
4.6 from 1875 reviews

Entdecke die frische, säuerlich-süße Magie von selbstgemachter Rhabarbermarmelade. Dieses einfache Rezept ist perfekt für Anfänger und verwandelt den Frühling in einem Glas. Ideal auf Toast, Scones oder Joghurt.

  • Author: Sara Gerber
  • Prep Time: 25 Minuten
  • Cook Time: 40 Minuten
  • Total Time: 65 Minuten
  • Yield: 6 Portionen 1x
Hausgemachte Rhabarbermarmelade
Ingredients
Scale
  • 4 Pfund Rhabarber (geputzt und in 1/2-Zoll-Stücke geschnitten)
  • 3,75 Pfund Zucker (vorzugsweise C&H Rohrzucker)
  • 4 Esslöffel Zitronensaft
  • 1,75 Unzen Pektin (z.B. Sure-Jell für zuverlässiges Gelieren)
  • Eine Prise Salz
Instructions
  1. 1Stellen Sie eine kleine Untertasse in den Gefrierschrank – diese dient als Gelierprobe während des Kochens.
  2. 2Bereiten Sie Ihre Einmachgläser und Deckel vor, indem Sie sie gründlich mit kochendem Wasser abspülen und zum Trocknen beiseite stellen. Dies sterilisiert sie und hält sie warm für das Abfüllen.
  3. 3Putzen Sie den Rhabarber und schneiden Sie ihn in 1/2-Zoll-Stücke. Messen Sie alle Zutaten ab, damit alles bereit ist, wenn Sie mit dem Kochen beginnen.
  4. 4Geben Sie die Rhabarberstücke und den Zitronensaft in einen großen Topf mit dickem Boden (mindestens 8 Quart Fassungsvermögen, um Überkochen zu vermeiden).
  5. 5Bei mittlerer bis hoher Hitze zum Kochen bringen, gelegentlich umrühren, damit der Rhabarber zerfällt.
  6. 610 Minuten kochen lassen – der Rhabarber wird weich und gibt seine Säfte ab, was die Grundlage für den Geschmack Ihrer Marmelade bildet.
  7. 7Rühren Sie das Pektin unter die kochende Rhabarbermischung und zerdrücken Sie eventuelle Klumpen, um es gleichmäßig in der Frucht zu verteilen.
  8. 8Dadurch wird das Pektin aktiviert und Ihre Marmelade geliert richtig.
  9. 9Weitere 10 Minuten bei starker Kochhitze weiterkochen lassen, dabei häufig umrühren, um sicherzustellen, dass das Pektin vollständig eingearbeitet ist und im gesamten Gemisch wirkt.
  10. 10Geben Sie den Zucker und die Prise Salz in den Topf und rühren Sie ständig um, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat – das dauert normalerweise 2-3 Minuten.
  11. 11Ich füge das Salz gerne in diesem Stadium hinzu, da es die Säure des Rhabarbers ausgleicht und den Gesamtgeschmack verbessert, ohne salzig zu schmecken.
  12. 12Wieder zum sprudelnden Kochen bringen und 15-20 Minuten kochen lassen, dabei häufig umrühren, um Anhaften am Topfboden zu vermeiden.
  13. 13Beginnen Sie nach 15 Minuten mit der Gelierprobe, indem Sie einen kleinen Löffel Marmelade auf Ihre gefrorene Untertasse geben, eine Minute abkühlen lassen und dann mit dem Finger eindrücken – sie ist fertig, wenn sie Falten wirft und nicht wieder zusammenläuft.
  14. 14Sobald die Marmelade den Gelierpunkt erreicht hat, vorsichtig in Ihre vorbereiteten warmen Gläser füllen und dabei etwa 1/4 Zoll Kopffreiheit lassen.
  15. 15Sofort die Deckel auf die Gläser setzen und die Ringe fingerfest zuschrauben.
  16. 16Ich lasse die Gläser am liebsten 24 Stunden lang ungestört bei Raumtemperatur stehen – so können sie richtig verschließen und die Marmelade vollständig fest werden, bevor Sie sie bewegen oder lagern.
Notes
Die Blätter des Rhabarbers sind giftig und müssen unbedingt vor der Zubereitung abgeschnitten und entsorgt werden. Verwenden Sie nur die Stiele. Feld-Rhabarber hat in der Regel mehr Geschmack als Gewächshaus-Rhabarber. Achten Sie auf feste, knackige Stiele und vermeiden Sie weiche oder schrumpelige. Die Farbe der Marmelade hängt von der Farbe des Rhabarbers ab – roter Rhabarber ergibt eine schönere rosa Farbe.
Nutrition
Category: Dessert Method: Einkochen Cuisine: Deutsch Diet: Vegetarisch
Serving Size: 1 Esslöffel Calories: 80 kcal Sugar: 20g Sodium: 5mg Fat: 0g Saturated Fat: 0g Carbohydrates: 20g Fiber: 1g Protein: 0g Cholesterol: 0mg

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